Famiglia

Eine Kultur ist fluide, übertragbar und überschreitet Grenzen. So lasst uns damit beginnen die Grenzen des Geschmacks zu überwinden und ein kleines Stückchen Italiens hierher zu holen!

Geboren in Kampanien, unter den Hängen des Vesuvs

Also, wie wahrscheinlich viele Italiener, verbrachte ich mindestens ein Drittel meiner Kindheit hinter den Kulissen einer Küche. Diese ist der Ort, an dem Mütter und Großmütter den größten Teil ihres Tages verbracht haben, und somit auch wir Kinder. Mit dem Vertrauen der familiären Geborgenheit und ohne es zu wissen, machten wir im Zuge dessen unsere erste Berufserfahrung als Hilfskoch.

Eduardo Palomba

Ich erinnere mich gerne daran, wie ich auf einem Stuhl stehend die Kurbel der Nudelmaschine drehte. Ich war der Motor, während die geschickten Hände meiner Großmutter das Blech zwischen den Walzen gleiten ließen. Oder als wir zum Metzger gingen, um die richtigen Fleischstücke für die Wurstherstellung auszuwählen, die streng von Hand hergestellt und gefüllt wurden. Sie waren fabelhaft!
Meine Mutter, auch eine sehr gute Köchin, war schon immer die Konditorin der Familie. Ihr „babà napoletano“ war eines ihrer Spezialitäten, auf welche sie besonders stolz war.Ich erinnere mich, dass es bei keinem der besonderen Familienereignisse fehlen durfte.
Was soll man da sagen, wie kann man nicht gerne mit diesen besonderen Kenntnissen kochen wollen?
Als es dann an der Zeit war mich für einen Beruf zu entscheiden, zogen mich die unterbewussten Einflüsse zu der Passion, die ich von Nonna und Mamma gelernt habe. Es ist ein Wille die Dinge – oder besser gesagt – das Essen selbst zu machen und stolz zu sein, wenn etwas Großartiges rausgekommen ist. Das brachte mich zudem, was ich heute bin ….DER KOCH.“

Eduardo

Mein Name ist Christiane Kämpfe und eigentlich bin ich von Berufs wegen Psychotherapeutin

christiane

Nach meinem Psychologiestudium und erfolgter 5-jähriger Zusatzausbildung zur Psychotherapeutin hatte ich genug von der Kopfarbeit und so gönnte ich mir ein paar Wochen Auszeit, bevor es mit dem Berufsleben weitergehen sollte
Ein Bauernhof in Italien sollte es sein. Ich wollte ein paar Wochen den Kopf frei bekommen, Gemüse anbauen und ernten, Schafe hüten,  Käse herstellen, die Natur und die Sonne genießen und letztlich auch den Kontakt herstellen zu den ErzeugerInnen von Lebensmitteln, der im Supermarkt so oft fehlt. Und so kam es, dass ich über Gespräche mit einem Ausbildungskommilitonen auf eben dem Bio-Bauernhof in der Toskana landete, in dem Eduardo als Chefkoch den Kochlöffel schwang.

Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen, vor allem wenn man aus einer Familie stammt, in welcher schon immer gut gekocht und gegessen wurde. Meine Mutter war für uns Kinder zu Hause und auch wenn ich der Coolness halber mal versucht habe zusammen mit den Schulfreunden in der Schulkantine zu essen, so schmeckte es doch zu Hause und frisch gekocht am besten. Später während des Studiums und der Ausbildung kochte ich immer gern zusammen mit Mitbewohnerinnen und Freunden und so nahm gutes Essen schon länger einen hohen Stellenwert in meinem Leben ein.

So war es dann nur allzu passend und überraschte meine Freundinnen nur wenig, dass ich mich ausgerechnet in den Chefkoch verliebte.